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Aktuelles

Selbsthilfe-Studie der AOK Niedersachsen: Großes Engagement und ungenutzte Förderchancen

Unter dem Titel "Selbsthilfe stärken: Impulse für die Selbsthilfeförderung in Niedersachsen" veröffentlicht die AOK Niedersachsen aktuelle Ergebnisse aus einer Befragung der niedersächsischen Selbsthilfegruppen. Die Studie beleuchtet die Nutzung und Wahrnehmung der GKV-Selbsthilfeförderung (Pauschal- und Projektförderung) in Niedersachsen – mit besonderem Fokus auf der Projektförderung. Trotz mehr als 4.000 aktiver Selbsthilfegruppen im Bundesland bleibt ein erheblicher Teil der verfügbaren Projektfördermittel ungenutzt. Ziel der Untersuchung war es daher, die Gründe für diese Zurückhaltung besser zu verstehen.

Grundlage der Studie bildet eine Online-Befragung von 338 Ansprechpersonen aus Selbsthilfegruppen, die über die 44 Selbsthilfe-Kontaktstellen in Niedersachsen erreicht wurden.

Besonders auffällig an den Ergebnissen ist die Diskrepanz zwischen grundsätzlichem Interesse der Gruppen an Projektfördermitteln und deren tatsächlicher Nutzung. Hauptursachen sind Unsicherheiten bei der Antragstellung, fehlende Informationen sowie als hoch empfundene bürokratische Anforderungen. Obwohl Projektförderanträge häufig bewilligt werden und die Unterstützung als hilfreich gilt, bleibt ihr Potenzial bislang unzureichend ausgeschöpft.

Die Veröffentlichung der AOK Niedersachsen zeigt konkrete Ansatzpunkte zur Verbesserung: Ein zentraler Schritt ist die bessere Information über Fördermöglichkeiten und deren Voraussetzungen. Regelmäßige Hinweise, gezielte Informationskampagnen sowie leicht verständliche Leitfäden könnten bestehende Wissenslücken schließen. Darüber hinaus würde eine Vereinfachung des Antragsverfahrens sowie eine engere persönliche Begleitung – etwa durch feste Ansprechpersonen oder Sprechstunden – die Hemmschwelle deutlich senken.

Die Studie zeigt deutlich: Selbsthilfe hat für Betroffene einen hohen Stellenwert und trägt maßgeblich zum Wohlbefinden und zur sozialen Teilhabe bei. Gleichzeitig bestehen jedoch strukturelle Hürden, die den Zugang zur Projektförderung erschweren. Durch den gezielten Abbau von Informationslücken und bürokratischen Hürden kann jedoch in Zukunft dazu beigetragen werden, dass die wichtige Arbeit der Selbsthilfegruppen in Niedersachsen langfristig gesichert ist.

Leitet Herunterladen der Datei einZur Studie "Selbsthilfe stärken: Impulse für die Selbsthilfeförderung in Niedersachsen"

Öffnet internen Link im aktuellen FensterInformationen zur kassenindividuellen Projektförderung

Quelle: AOK Niedersachsen "Selbsthilfe stärken: Impulse für die Selbsthilfeförderung in Niedersachsen. Ergebnisse und Handlungsempfehlungen aus der Befragung von Selbsthilfegruppen", URL: www.aok.de/pk/magazin/cms/fileadmin/pk/niedersachsen/pdf/Selbsthilfe_st%C3%A4rken.pdf, Stand: 20.04.2026.



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